-
Aktuelle Newsmeldungen zu Umweltfonds
Geothermisches Kraftwerk. / Quelle: Western GeoPower
Das US-amerikanische Geothermie-Unternehmen Ormat Technologies, Inc. hat im mittelamerikanischen Costa Rica eine Anlage mit 42 Megawatt Leistung fertiggestellt. Wie das Unternehmen aus Reno im Bundesstaat Nevada mitteilt, wurde das Geothermiekraftwerk in Las Pailas im Auftrag des einheimischen Versorgers Costa Rican National Electricity and Telecommunications Company errichtet, der die Anlage fortan betreiben werde.
In Mittelamerika ist Ormat nach eigenen Angaben seit 1999 aktiv und hat dort bereits mehrere geothermische Kraftwerke errichtet.
Ormat Technologies Inc: ISIN US6866881021 / WKN:A0DK9X
——————————————————–
Chinesischer Nachhaltigkeitsindex angekündigt
Noch in diesem Monat soll ein chinesischer Nachhaltigkeitsindex auf den Markt kommen. Die Shanghai Stock Exchange (SSE) hat den Start ihres SSE Sustainable Development Industry Index für den 22. August angekündigt. Er soll nach ihren Angaben bei ihr gelistete Unternehmen enthalten, die sich durch Leistungen in Bereichen wie Klimaschutz, Energieeffizienz. Wasserversorgung und -entsorgung sowie Recycling auszeichnen. Näheres zum Auswahlprozess und einer möglichen Nachhaltigkeitsanalyse wurde nicht mitgeteilt.
——————————————————–
ECOanlagecheck: Geschlossener Fonds SunCollectVario der Collector AG
Mit dem SunCollectVario bietet die Collector AG aus Schwabach ihren ersten geschlossenen Fonds an. Dieser soll in mehrere Erneuerbare-Energien-Anlagen investieren – in Photovoltaik, Solarthermie, Windkraft, Wasserkraft, Biogas, Biomasse und Geothermie. An einer Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von 0,522 Megawattpeak (MWp) hat sich der Fonds bereits beteiligt. Anleger können ab 1.000 Euro plus fünf Prozent Agio einsteigen. Der ECOanlagecheck analysiert den Fonds.
Der Anleger kann bei dem Fonds zwischen zwei Beteiligungs-Varianten wählen: „Kapital A (multiVario)“ oder „Kapital B (singleVario)“.
Bei der multiVario-Variante zahlt der Anleger zunächst 10 Prozent seiner Kommanditeinlage plus 5 Prozent Agio. Die restlichen 90 Prozent leistet der Anleger in monatlichen Raten von 0,5 Prozent. Zudem werden bei der multiVario-Variante in den ersten zehn Jahren des Fonds die Ausschüttungen einbehalten (thesauriert), so dass sich die Dauer der Ratenzahlung prognosegemäß auf zehn Jahre verringert.
Bei der singleVario-Variante zahlt der Anleger zunächst 50 Prozent seiner Kommanditeinlage plus 2,5 Prozent Agio. Die restlichen 50 Prozent plus 2,5 Prozent Agio „zahlt“ der Anleger, indem die ihm zustehenden Ausschüttungen in den ersten rund zwölf Jahren vom Fonds einbehalten werden (thesauriert).Eigenkapitalhöhe und Platzierungsgarantie
Gesamtinvestitionsvolumen: 138,6 Millionen Euro
Eigenkapitalvolumen: 50,1 Millionen Euro (36,1 Prozent)
Platzierungsgarantie: Nein
Agio: 2,5 Millionen Euro (1,8 Prozent)
Fremdkapitalvolumen: 86,0 Millionen Euro (62,1 Prozent)Die Platzierungsphase kann ein- oder mehrmals bis zum 31. Dezember 2012 verlängert werden. Eine Platzierungsgarantie besteht nicht, so dass grundsätzlich das Risiko einer Rückabwicklung des Fonds besteht. Nach Aussage der Anbieterin könnte der Fonds auch mit einem geringeren Volumen geschlossen werden, so dass es zu keiner Rückabwicklung kommen würde. In den ersten fünf Wochen der Platzierungsphase des Fonds hat der Anbieter nach eigenen Angaben ein Eigenkapital von 2,5 Millionen Euro platziert (Stand: 14. Juni 2011).
Für die Prognoserechnung kalkuliert die Anbieterin mit Darlehenszinsen von 5 Prozent.
Fondsnebenkosten
(in Prozent des Eigenkapitalvolumens ohne Agio)
Agio: 5,0 Prozent
Eigenkapitalvermittlung (ohne Agio): 5,0 Prozent
Projektvermittlung: 4,2 Prozent
Marketing: 1,0 Prozent
Fondskonzeption: 1,5 Prozent
Geschäftsbesorgung: 2,0 Prozent
Gestellung des Geschäftsführers: 1,0 Prozent
Fremdkapitalvermittlung: 2,6 Prozent
Sonstiges: 0,7 Prozent
Gesamtweichkosten: 23,0 ProzentEventuell fällt laut Prospekt auch Umsatzsteuer auf einzelne Kostenpositionen an, die bei den Nebenkosten noch nicht berücksichtigt wurde.
Die Gesamtweichkostenquote des Fonds liegt über dem Durchschnitt der im ECOanlagecheck geprüften Fonds der letzten zwölf Monate.Laufende Kosten
Laut Prospekt soll die Fondsgesellschaft mit ihren geplanten acht Tochtergesellschaften (Objektgesellschaften), welche die Erneuerbare-Energien-Anlagen des Fonds besitzen und betreiben, Verwaltungsverträge abschließen. Für ihre Verwaltungs- und Geschäftsführungstätigkeiten soll die Fondsgesellschaft von den einzelnen Objektgesellschaften eine Vergütung in Höhe von pauschal 8 Prozent des jeweiligen jährlichen Stromerlöses erhalten. Unklar bleibt, an wen die Fondsgesellschaft die Verwaltungsvergütung weitergibt.
Die Kosten für die technische Betriebsführung (inkl. Pacht, Instandhaltung, Versicherungen) werden auf rund 6 Prozent der jährlichen Stromerträge geschätzt.
Die Prognoserechnung geht von einer inflationsbedingten Kostensteigerung von 2 Prozent pro Jahr aus.
Laufzeit und Ausschüttungen
Laufzeit: 20 Jahre (geplant), erstmalige Kündigungsmöglichkeit für Anleger 10 Jahre nach Beitritt
Gesamtausschüttung: 170 (multiVario), 156 Prozent (singleVario), jeweils inkl. 105 Prozent Einzahlung
Ausschüttung durch Verkaufserlös: 101 Prozent
Rendite vor Steuern pro Jahr (IRR): 6,1 Prozent (multiVario), 6,1 Prozent (singleVario)
Einkaufsfaktor (Kaufpreis/Stromerlöse erstes Jahr): < 10,16858 (Investitionskriterium)Wenn ein Anleger seine Beteiligung kündigt, erhält er laut Gesellschaftsvertrag eine Abfindungszahlung, die sich nach dem anteiligen Verkehrswert seiner Beteiligung richtet. Die Komplementärin wird den Verkehrswert laut Gesellschaftsvertrag „unter Anwendung allgemein anerkannter Wertermittlungsmethoden“ ermitteln. Sollten sich der ausscheidende Gesellschafter und die Fondsgesellschaft nicht auf einen Verkehrswert einigen, wird von dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Nürnberg ein Sachverständiger bestellt, der die Bewertung durchführt.
Bei der Renditeerwartung sind die Anleger der multiVario-Variante denen der single-Vario-Variante gleichgestellt, wie die von ECOreporter.de berechneten Renditen zeigen. Aufgrund der unterschiedlichen Einzahlungstermine der beiden Varianten sind die nach der internen Zinsfußmethode-Methode (IRR) berechneten Vorsteuer-Renditen nicht komplett vergleichbar. Die Fondsgesellschaft erzielt laut Prospekt Einkünfte aus Gewerbebetrieb.
Der Einkaufsfaktor für die bereits gekaufte Solaranlage Landgut Heideck liegt laut Prospekt mit 10,22 leicht über dem als Investitionskriterium angegebenen Wert von rund 10,17.Technik und Erträge
Laut Investitionskriterium darf der Fonds Anlagen erwerben, die Technologien aus den Bereichen Photovoltaik, Solarthermie, Windkraft, Wasserkraft, Biogas, Biomasse oder Geothermie einsetzen. Der Investitionsschwerpunkt soll laut Prospekt im Bereich der Photovoltaik liegen. Zudem sollen sich die Anlagen im Euro-Währungsraum befinden. Die Geschäftsführerin des Fonds wird aber schon im Prospekt beauftragt und ermächtigt, außerhalb der Eurozone zu investieren, falls in den Staaten der Eurozone keine geeigneten Investitionsobjekte in ausreichendem Unfang zur Verfügung stehen sollten. Das Vorliegen von unabhängigen Ertragsgutachten ist kein Investitionskriterium des Fonds.
Zum Zeitpunkt der Prospekterstellung wurden laut Prospekt Investments in den Bereichen Photovoltaik und Windenergie in Erwägung gezogen. Ein erstes Investitionsobjekt hat der Fonds bereits erworben. Dabei handelt es sich um die Solar-Dachanlage „Landgut Heideck“ in Sachsen-Anhalt mit einer Nennleistung von 552 Kilowattpeak (kWp). Die Anlage wurde vom Generalunternehmer, der Central Solar Deutschland GmbH, auf renovierten Dachflächen eines Landwirtschaftsbetriebes errichtet und laut Prospekt im Juni 2010 in Betrieb genommen. Zum Einsatz kamen Module von Canadian Solar und Wechselrichter von RefuSol. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE prognostizierte in einem Ertragsgutachten einen mittleren spezifischen Jahresertrag von 936 kWh/kWp. Die Prognoserechnung kalkuliert nicht mit einer jährlichen Leistungsabnahme der Module (Degradation).
Aufgrund einer veränderten Rechtssprechung ist es laut Prospekt möglich, dass für die Solaranlage „Landgut Heideck“ in Zukunft eine Baugenehmigung erforderlich wird. Zur rechtlichen Absicherung wurde diese nachträglich beantragt und liegt derzeit noch nicht vor. Nach Angaben der Anbieterin liegen alle erforderlichen Unterlagen vor, und die Erteilung der Baugenehmigung wurde bereits im Vorfeld abgestimmt. Die Nutzungs- und Leitungsrechte (Kabel, Leitungen, Trafostation) sind nach Angaben der Anbieterin inzwischen im Grundbuch eingetragen. Für die Solaranlage „Landgut Heideck“ wurde laut Prospekt eine KfW-Darlehen verbindlich zugesagt. Die Darlehenslaufzeit beträgt demnach 17 Jahre, der Zinssatz ist die ersten zehn Jahre auf 3,8 Prozent festgeschrieben.
Die Solaranlage hat die Fondsgesellschaft von der Fondsanbieterin, der Collector AG, erworben, so dass aufgrund der personellen Verflechtungen Interessenskonflikte möglich sind. Die Collector AG gewährt dem Fonds auch ein Darlehen zur Eigenkapitalzwischenfinanzierung über 320.000 Euro. Dieses Darlehen wird mit relativ hohen 14 Prozent pro Jahr verzinst und ist spätestens Ende 2012 fällig.
Ökologische Wirkung
Bislang sind erst rund 2 Prozent der insgesamt geplanten Investitionen bekannt, so dass die ökologische Qualität der einzelnen Projekte und damit auch die ökologische Wirkung des Fonds insgesamt noch nicht beurteilt werden können.
Risiko
Anbieterin des geschlossenen Fonds SunCollectVario ist die Collector AG aus Schwabach. Diese wurde im Oktober 2009 ins Handelsregister eingetragen, der vorliegende SunCollectVario ist ihr erster geschlossener Fonds. Mehrheitsgesellschafter der Collector AG ist die ebenfalls 2009 gegründete AC Erste Fonds GmbH, Geschäftsführer sind Herr Andreas Steffen und Herr Bernd Gilles. Möglicherweise bereits vorhandene Erfahrungen, Kompetenzen und Referenzen des Unternehmens und seiner handelnden Personen werden im Prospekt nicht genannt. Bernd Gilles, Geschäftsführer der SunCollect Vario Fonds Verwaltungs GmbH (Komplementärin), erklärte auf Nachfrage von ECOreporter.de, er komme aus der Vermögensverwaltung und sei seit 2009 auch im Bereich Photovoltaik tätig. Für die Kunden seiner Vermögensverwaltung habe er nach eigenen Angaben 2010 außerhalb der Collector AG den Solarfonds NBC Franken Solarfonds 1 mit 3 Millionen Euro Eigenkapital aufgelegt und vollplatziert. Die Collector AG selbst habe 2010 Solarprojekte mit einer Nennleistung von insgesamt rund 1,5 MWp auf Dachflächen privater Einzel-Investoren realisiert. Aufgrund der kurzen Unternehmenshistorie sind keine Leistungsnachweise verfügbar.
Der Fonds hat bislang eine Solardachanlage mit einer Nennleistung von 552 kWp gekauft. Weitere Projekte stehen noch nicht fest, so dass ein Blind-Pool-Risiko besteht.
Die Investitionsphase des Fonds soll sich bis 2019 erstrecken. Trotzdem beschränkt sich die Mittelverwendungskontrolle auf die Zeichnungsphase.
Das Fondskonzept sieht vor, dass die Anleger ihre Pflichteinlage nur teilweise einzahlen müssen. Bei der singleVario-Variante bezahlt der Anleger nur 50 Prozent der Pflichteinlage als Ersteinlage. Die restlichen 50 Prozent sollen indirekt gezahlt werden, indem die dem Anleger zustehenden Ausschüttungen in den ersten zwölf Jahren vom Fonds einbehalten (thesauriert) werden. Falls nun die Ausschüttungen des Fonds niedriger als vorgesehen sind, ist die Fondsgesellschaft berechtigt, den Anleger zur Zahlung der restlichen Pflichteinlage in monatlichen Raten von 0,5 Prozent der Pflichteinlage verpflichten. Für einen Anleger können daher in kommenden Jahren eventuell zusätzliche Zahlungsverpflichtungen entstehen. Wenn er dann diese Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann, ist er in Verzug und kann aus der Fondsgesellschaft ausgeschlossen werden.Fazit:
Finanziell
Der Fonds ist teilweise ein Blindpool. Eine Solaranlage hat der Fonds gekauft. Weitere Investitionen im Bereich Solar, Wind, Wasser, Biogas, Geothermie sollen folgen. Bis 2019 soll die Investitionsphase andauern. Ausschüttungen werden prognosegemäß erst ab 2022 bzw. 2023 an die Anleger ausbezahlt. Die bis dahin anfallenden Ausschüttungen werden im Rahmen des Ansparplans thesauriert, um die Pflichteinlage der Anleger auf 100 Prozent aufzufüllen. Nach 20 Jahren Fondslaufzeit sollen die Anlagen verkauft werden. Der Verkaufserlös alleine soll eine Ausschüttung von 101 Prozent bringen.
Nachhaltigkeit
Weil die meisten Anlagen noch nicht feststehen, ist eine fundierte Aussage noch nicht möglich.ECOreporter.de-Empfehlung
Das Beteiligungsangebot SunCollectVario, der erste Fonds der Collector AG, ist sorgfältig prospektiert. Allerdings handelt es sich um eine Blind-Pool-Konzeption. Zudem liegt die Weichkostenquote über dem Durchschnitt der in den ECOanlagechecks der letzten zwölf Monate geprüften Fonds. Der Anbieter ist relativ neu, so dass seine Kompetenz noch nicht fundiert beurteilt werden kann. Daher gewähren Anleger dem Anbieter einen Vertrauensvorschuss, falls sie sich für eine Beteiligung an dem Fonds entscheiden sollten.
Basisdaten
Anbieterin, Prospektverantwortliche, Geschäftsführerin und Gründungskommanditistin: Collector AG, Schwabach
Fondsgesellschaft (Emittentin): SunCollect Vario Fonds GmbH & Co. KG, Schwabach
Komplementärin und Geschäftsführerin: SunCollect Vario Fonds Verwaltungs GmbH, Schwabach
Treuhänderin und Gründungskommanditistin: RK revisionskontor GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg
Beteiligungsform: Treugeber oder Direktkommanditist
Fondswährung: Euro
Gesamtinvestitionsvolumen: 138,6 Millionen Euro
Eigenkapitalvolumen (ohne Agio): 50,1 Millionen Euro
Mindestzeichnungssumme: 1.000 Euro
Agio: 5 Prozent
Laufzeit: 20 Jahre (geplant), erstmalige Kündigungsmöglichkeit für Anleger 10 Jahre nach Beitritt
BaFin-Gestattung: Ja
Leistungsbilanz: Nein
IDW-Prospektprüfungsbericht: Ja
Mittelverwendungskontrolle: BPS Steuerberatungsgesellschaft mbH
Sensitivitätsanalyse: Ja
Prospekthaftung: bis 6 Monate nach Prospektveröffentlichung
Haftsumme: 10 Prozent der Kommanditeinlage (Außenverhältnis), 100 Prozent (Innenverhältnis)Q: Ecoreporter
-
Italien-Solarfonds von Chorus nimmt Kraftwerke in Betrieb
Solarprojekt der Chorus GmbH. / Quelle: Unternehmen
Fortschritte für das Portfolio seines jüngsten Italien-Solarfonds meldet der Münchner Initiator Chorus GmbH. Seit dem Vertriebsstart sind ihm zufolge sechs Photovoltaik-Kraftwerke mit insgesamt 9,3 Megawatt peak (MWp) in Betrieb gegangen. Dabei handle es sich um die Anlagen Banna 1 mit 4,3 MWp nahe Turin sowie die Projekte Baldaccioni und Girasole in der Nähe von Pesaro sowie Belante, Mosciano und Giulianova bei Termao – allesamt mit jeweils einem MWp Leistungskapazität.
Der Fonds ist auf acht Jahre angelegt. Privatanleger sollen insgesamt 10 Millionen Euro Eigenkapital beisteuern. Ihnen stellt Chorus bis zu 9 Prozent jährliche Ausschüttungen in Aussicht, beginnend ab 2012 bei 7,25 Prozent. Zum Fondslaufzeitende 2019 werden 146,65 Prozent Abschlussausschüttung prognostiziert. Das bedeutet, dass Investoren zuzüglich zum zurückerstatteten Anlagekapital 46,65 Prozent Ertrag erhalten würden. In dieser Kalkulation ist der Verkaufserlös der Photovoltaikparks inbegriffen. Anleger können ab 10.000 Euro einsteigen.
Q: Ecoreporter
-
Die besten nachhaltigen Aktienfonds im Juli 2011: nur wenige haben an Wert gewonnen
Im Juli hat von den rund 150 in Deutschland zugelassenen nachhaltigen Aktienfonds nur ein Dutzend einen Wertzuwachs erzielt. Dagegen haben 27 dieser Fonds über fünf Prozent an Wert verloren, drei sogar mehr als zehn Prozent. An der Spitze liegt ein Fonds, der ausschließlich in Fernost investiert.
Mit einem Wertzuwachs von 2,56 Prozent wurde der First State Investments – Asia Pacific Sustainability Fund der britischen First State Investments Ltd. zum nachhaltigen Aktienfonds des Monats Juli. Er ist seit Ende 2005 auf dem Markt, die Managementgebühr beträgt 0,9 Prozent. Das Fondsmanagement unter Leitung von David Gait kauft Aktien in Aktien aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Regional ist der Fonds zu 86 Prozent in asiatischen Staaten mit Ausnahme von Japan investiert. Mit einem Drittel des Portfolios liegt der Schwerpunkt dabei auf China.
Zu den größten Positionen im aktuellen Portfolio zählen etwa Taiwan Semiconductor und Singapore Telekom. Von den Unternehmen werden aus Nachhaltigkeitssicht lediglich “Aktivitäten” in diesem Bereich verlangt. Daher sind auch Aktien von wenig nachhaltige Firmen wie HongKong & China Gas unter den größten Beteiligungen zu finden. Das relativiert die gute Wertentwicklung des First State Investments – Asia Pacific Sustainability Fund. Der lag Ende Juli auf Jahressicht mit knapp 15 Prozent im Plus, auch Sicht von drei Jahren sogar um mehr als 60 Prozent.
Ebenfalls deutlich mehr als ein Prozent hat im Juli der Postbank Dynamik Klima Garant zugelegt. Der vor drei Jahren gestartete Fonds aus Luxemburg liegt mit 8,3 Prozent Wertzuwachs auch auf Jahressicht klar im Plus. Er investiert weltweit in Unternehmen, die durch ihre Technologien zum Klimaschutz beitragen. Im Portfolio des Postbank-Fonds dominieren Unternehmen, die wie etwa die Dünnschichtsolarmodul-Produzentin First Solar und der Windturbinenbauer Vestas Grünstrom-Produkte fertigen oder wie Iberdrola aus Spanien und der Verbund aus Österreich in großem Umfang Grünstrom erzeugen. Zu jeweils knapp über 20 Prozent ist der in China und in den USA investiert, zu je etwa einem Zehntel des Fondsvermögens in Brasilien und in Spanien. Auch bei diesem nachhaltigen Aktienfonds ist die Managementgebühr mit 1,9 Prozent vergleichsweise gering.
Die Reihenfolge der besten nachhaltigen Aktienfonds im Juli
Name
ISIN
Kurs
in EUR
Entwicklung
im April
in %
Entwicklung
12 Monate
in %First State Investments – Asia Pacific Sustainability Fund
GB00B0TY6V50
2,83
2,56
14,95Postbank Dynamik Klima Garant
LU0353730392
46,78
1,63
8,33Dexia Sustainable Pacific
BE0174191768
18,03
1,01
4,25Dexia Equities L Sustainable Emerging Markets
LU0344046742
106,60
0,74
6,04BNP PARIBAS L1 Green Tigers
LU0374254513
95,72
0,32
-5,53Craton Capital Renewable. Alternative and Sustainable Resources Fund
LI0043890891
84,77
0,24
17,61cominvest Wasser-Aktien Protect 2/2012
LU0260176028
49,89
0,16
0,34Sarasin Sustainable Equity – Real Estate Global
LU0288928376
98,23
0,16
8,99cominvest Wasser-Aktien Protect 1/2012
LU0261439854
49,91
0,14
0,30Carnegie Worldwide Ethical
LU0122292328
9,24
0,11
2,80Q: Ecoreporter
-
Leonidas kündigt geschlossenen Wasserfonds an
Ein neuer geschlossener Fonds zum Thema Wasser steht offenbar in den Startlöchern. Noch im September 2011 will der Fondsinitiator Leonidas Associates GmbH aus Ecktal den Leonidas Associates VII H2 O GmbH & Co. KG auf den Markt bringen. Einsteigen können Privatinvestoren laut ihren Angaben ab 10.000 Euro zuzüglich fünf Prozent Ausgabeaufschlag (Agio). Die Zeichnungsfrist soll bis zum 30. Juni 2012 laufen.
Der Fonds soll 80 Millionen Euro in Anlagen zur Entsalzung, Abwasserreinigung und –recycling sowie Speicherung und entsprechende Infrastrukturmaßnahmen investieren. Es bestehe allerdings eine Erweiterungsoption für das Fondsvolumen auf bis zu 120 Millionen Euro. Knapp ein Drittel davon will der Fondsinitiator bei Privatanlegern einwerben.
Der regionale Fokus des weltweit investierenden Fonds liegt den Angaben zufolge auf westlichen Staaten, speziell den USA, Kanada, Spanien und Großbritannien. Den Zugang zu Investitionsobjekten soll die schweizerische Signia Capital AG gewährleisten. Das Unternehmen aus Zürich werde mit der Überwachung der Projektauswahl betraut, hieß es. Ein Initialportfolio mit acht möglichen Investmentoptionen sei bereits vorhanden. Noch während der Fonds Anlegern zur Zeichnung offen steht, sollen erste Investitionen getätigt werden, so Leonidas.
Angelegt ist der Leonidas Associates VII H2 O auf 20 Jahre bis zum Jahressende 2032. Die Einnahmen aus dem gewerblichen Betrieb der Anlagen sollen den Anlegern ab 2013 zunächst 7 Prozent Rendite bringen. Im Verlauf der Beteiligung sind ansteigende Ausschüttungen bis 11 Prozent pro Jahr prognostiziert. Als Gesamtausschüttung zum Laufzeitende werden rund 350 Prozent nach Steuern in Aussicht gestellt. Das heißt, zuzüglich zum zurückerstatteten Anlagekapital plant Leonidas den Anlegern 250 Prozent Ertrag auszuschütten. In dieser Kalkulation ist allerdings der Verkauf der Portfolio-Anlagen inbegriffen.
Q: Ecoreporter
-
Staatliche Förderung für Erneuerbare-Energie-Forschung aufgestockt
Die Forschung und Entwicklung von Technologien zur Erleichterung der Energiewende soll bis 2014 mit 3,4 Milliarden Euro Fördermitteln der Bundesregierung weiter vorangetrieben werden. Das Bundeskabinett verabschiedete nun eine entsprechende Vorlage für das 6. Energieforschugsprogramm, ein ressortübergreifendes Fördrpaket der Ministerien für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft.
Damit sei der Forschungsetat für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Vergleich zum Zeitraum zwischen 2006 und 2009 um 75 Prozent aufgestockt worden, hieß es aus dem Bundesministerium. Ziel sei es, den Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland zu beschleunigen und die Energiesysteme für einen Hauptanteil Erneuerbarer Energien zu optimieren. Ein wichtiger Aspekt dabei sei die Erforschung moderner Stromspeicher. Teil dieses Programms ist allerdings auch die Atommüll-Forschung, für die 317 Millionen Euro des ausgerufenen Etats vorgesehen sind.
Ein wesentlicher Teil der geplanten Mittel für die Forschungsoffensive steht unter Vorbehalt, wie aus der Vorlage hervorgeht. Dabei handelt es sich um 700 Millionen Euro aus dem so genannten Energie- und Klimafonds. Diese sollten zu großen Teilen aus den Gewinnen finanziert werden, die die Atomkonzerne durch die ursprünglich geplante Laufzeitverlängerung ihrer Meiler erhalten sollten. Mit der energiepolitischen Kehrtwende der Bundesregierung nach der Reaktorkatastrophe und der Stilllegung von acht Atomreaktoren, wird es diese Gewinne der Atomkonzerne nicht geben. Auch die in dem Fonds eingeplanten bis zu 2,3 Milliarden Euro Mehreinnahmen durch die Brennelementesteuer, die die Atomkraftbetreiber während der verlängerten Laufzeiten hätten zahlen sollen entfällt.
Detaillierte Auskunft über sein bisheriges Engagement bei der Forschung und Entwicklung Erneuerbarer Energien gab das Bundesumweltministerium auch in seinem aktuellen Forschungsbericht 2010 zum Thema.
Demnach steigerte die Behörde seine Fördermittel für die Erneuerbare Energie-Forschung im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent auf 120,2 Millionen Euro. 32,5 Prozent dieses Geldes floss in die Photovoltaik-Forschung, 30,6 Prozent in Forschungsprojekte zum Thema Windkraft. Ein Zehntel der Mittel wurde für die Optimierung der Energiesysteme verwendet, 8,2 Prozent in Geothermieprojekte und sieben Prozent entfielen auf den Bereich solarthermischer Wärme.
Insgesamt bewilligte das Ministerium bis zum 31. Dezember vergangenen Jahres 140,7 Millionen Euro für 184 neue Forschungsprojekte zu regenerativen Energien. Die meisten davon waren mit 38 Prozent und 53 Millionen Euro On- und vor allem Offshore-Windprojekte. 28,3 Prozent dieser Neubewilligungen entfiel auf Photovoltaik-Forschung, die 39,8 Millionen Euro vom Ministerium erhielt. In den Bereich solarthermische Großkraftwerke flossen 15,5 Millionen Euro des Forschungsetats. Mit 9,7 Millionen Euro davon wurden neue 16 Projekte unterstützt. 5,8 Millionen Fördermittel investierte das Ministerium in laufende Projekte.
15 Millionen Euro oder 11 Prozent der Fördergelder stellte das Bundesumweltministerium für Geothermie bereit, neun Prozent für Systemoptimierung und fünf für solarthermische Wärme.
Q: Ecoreporter
