Alternative Energien mit nachhaltiger Wertsteigerung?
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  • Die besten nachhaltigen Aktienfonds im Juli 2011: nur wenige haben an Wert gewonnen

    Im Juli hat von den rund 150 in Deutschland zugelassenen nachhaltigen Aktienfonds nur ein Dutzend einen Wertzuwachs erzielt. Dagegen haben 27 dieser Fonds über fünf Prozent an Wert verloren, drei sogar mehr als zehn Prozent. An der Spitze liegt ein Fonds, der ausschließlich in Fernost investiert.

    Mit einem Wertzuwachs von 2,56 Prozent wurde der First State Investments – Asia Pacific Sustainability Fund der britischen First State Investments Ltd. zum nachhaltigen Aktienfonds des Monats Juli. Er ist seit Ende 2005 auf dem Markt, die Managementgebühr beträgt 0,9 Prozent. Das Fondsmanagement unter Leitung von David Gait kauft Aktien in Aktien aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Regional ist der Fonds zu 86 Prozent in asiatischen Staaten mit Ausnahme von Japan investiert. Mit einem Drittel des Portfolios liegt der Schwerpunkt dabei auf China.

    Zu den größten Positionen im aktuellen Portfolio zählen etwa Taiwan Semiconductor und Singapore Telekom. Von den Unternehmen werden aus Nachhaltigkeitssicht lediglich “Aktivitäten” in diesem Bereich verlangt. Daher sind auch Aktien von wenig nachhaltige Firmen wie HongKong & China Gas unter den größten Beteiligungen zu finden. Das relativiert die gute Wertentwicklung des First State Investments – Asia Pacific Sustainability Fund. Der lag Ende Juli auf Jahressicht mit knapp 15 Prozent im Plus, auch Sicht von drei Jahren sogar um mehr als 60 Prozent.

    Ebenfalls deutlich mehr als ein Prozent hat im Juli der Postbank Dynamik Klima Garant zugelegt. Der vor drei Jahren gestartete Fonds aus Luxemburg liegt mit 8,3 Prozent Wertzuwachs auch auf Jahressicht klar im Plus. Er investiert weltweit in Unternehmen, die durch ihre Technologien zum Klimaschutz beitragen. Im Portfolio des Postbank-Fonds dominieren Unternehmen, die wie etwa die Dünnschichtsolarmodul-Produzentin First Solar und der Windturbinenbauer Vestas Grünstrom-Produkte fertigen oder wie Iberdrola aus Spanien und der Verbund aus Österreich in großem Umfang Grünstrom erzeugen. Zu jeweils knapp über 20 Prozent ist der in China und in den USA investiert, zu je etwa einem Zehntel des Fondsvermögens in Brasilien und in Spanien. Auch bei diesem nachhaltigen Aktienfonds ist die Managementgebühr mit 1,9 Prozent vergleichsweise gering.

    Die Reihenfolge der besten nachhaltigen Aktienfonds im Juli

    Name
    ISIN
    Kurs
    in EUR
    Entwicklung
    im April
    in %
    Entwicklung
    12 Monate
    in %

    First State Investments – Asia Pacific Sustainability Fund
    GB00B0TY6V50
    2,83
    2,56
    14,95

    Postbank Dynamik Klima Garant
    LU0353730392
    46,78
    1,63
    8,33

    Dexia Sustainable Pacific
    BE0174191768
    18,03
    1,01
    4,25

    Dexia Equities L Sustainable Emerging Markets
    LU0344046742
    106,60
    0,74
    6,04

    BNP PARIBAS L1 Green Tigers
    LU0374254513
    95,72
    0,32
    -5,53

    Craton Capital Renewable. Alternative and Sustainable Resources Fund
    LI0043890891
    84,77
    0,24
    17,61

    cominvest Wasser-Aktien Protect 2/2012
    LU0260176028
    49,89
    0,16
    0,34

    Sarasin Sustainable Equity – Real Estate Global
    LU0288928376
    98,23
    0,16
    8,99

    cominvest Wasser-Aktien Protect 1/2012
    LU0261439854
    49,91
    0,14
    0,30

    Carnegie Worldwide Ethical
    LU0122292328
    9,24
    0,11
    2,80

    Q: Ecoreporter

  • Leonidas kündigt geschlossenen Wasserfonds an

    Ein neuer geschlossener Fonds zum Thema Wasser steht offenbar in den Startlöchern. Noch im September 2011 will der Fondsinitiator Leonidas Associates GmbH aus Ecktal den Leonidas Associates VII H2 O GmbH & Co. KG auf den Markt bringen. Einsteigen können Privatinvestoren laut ihren Angaben ab 10.000 Euro zuzüglich fünf Prozent Ausgabeaufschlag (Agio). Die Zeichnungsfrist soll bis zum 30. Juni 2012 laufen.

    Der Fonds soll 80 Millionen Euro in Anlagen zur Entsalzung, Abwasserreinigung und –recycling sowie Speicherung und entsprechende Infrastrukturmaßnahmen investieren. Es bestehe allerdings eine Erweiterungsoption für das Fondsvolumen auf bis zu 120 Millionen Euro. Knapp ein Drittel davon will der Fondsinitiator bei Privatanlegern einwerben.

    Der regionale Fokus des weltweit investierenden Fonds liegt den Angaben zufolge auf westlichen Staaten, speziell den USA, Kanada, Spanien und Großbritannien. Den Zugang zu Investitionsobjekten soll die schweizerische Signia Capital AG gewährleisten. Das Unternehmen aus Zürich werde mit der Überwachung der Projektauswahl betraut, hieß es. Ein Initialportfolio mit acht möglichen Investmentoptionen sei bereits vorhanden. Noch während der Fonds Anlegern zur Zeichnung offen steht, sollen erste Investitionen getätigt werden, so Leonidas.

    Angelegt ist der Leonidas Associates VII H2 O auf 20 Jahre bis zum Jahressende 2032. Die Einnahmen aus dem gewerblichen Betrieb der Anlagen sollen den Anlegern ab 2013 zunächst 7 Prozent Rendite bringen. Im Verlauf der Beteiligung sind ansteigende Ausschüttungen bis 11 Prozent pro Jahr prognostiziert. Als Gesamtausschüttung zum Laufzeitende werden rund 350 Prozent nach Steuern in Aussicht gestellt. Das heißt, zuzüglich zum zurückerstatteten Anlagekapital plant Leonidas den Anlegern 250 Prozent Ertrag auszuschütten. In dieser Kalkulation ist allerdings der Verkauf der Portfolio-Anlagen inbegriffen.

    Q: Ecoreporter

  • Staatliche Förderung für Erneuerbare-Energie-Forschung aufgestockt

    Die Forschung und Entwicklung von Technologien zur Erleichterung der Energiewende soll bis 2014 mit 3,4 Milliarden Euro Fördermitteln der Bundesregierung weiter vorangetrieben werden. Das Bundeskabinett verabschiedete nun eine entsprechende Vorlage für das 6. Energieforschugsprogramm, ein ressortübergreifendes Fördrpaket der Ministerien für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft.

    Damit sei der Forschungsetat für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Vergleich zum Zeitraum zwischen 2006 und 2009 um 75 Prozent aufgestockt worden, hieß es aus dem Bundesministerium. Ziel sei es, den Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland zu beschleunigen und die Energiesysteme für einen Hauptanteil Erneuerbarer Energien zu optimieren. Ein wichtiger Aspekt dabei sei die Erforschung moderner Stromspeicher. Teil dieses Programms ist allerdings auch die Atommüll-Forschung, für die 317 Millionen Euro des ausgerufenen Etats vorgesehen sind.

    Ein wesentlicher Teil der geplanten Mittel für die Forschungsoffensive steht unter Vorbehalt, wie aus der Vorlage hervorgeht. Dabei handelt es sich um 700 Millionen Euro aus dem so genannten Energie- und Klimafonds. Diese sollten zu großen Teilen aus den Gewinnen finanziert werden, die die Atomkonzerne durch die ursprünglich geplante Laufzeitverlängerung ihrer Meiler erhalten sollten. Mit der energiepolitischen Kehrtwende der Bundesregierung nach der Reaktorkatastrophe und der Stilllegung von acht Atomreaktoren, wird es diese Gewinne der Atomkonzerne nicht geben. Auch die in dem Fonds eingeplanten bis zu 2,3 Milliarden Euro Mehreinnahmen durch die Brennelementesteuer, die die Atomkraftbetreiber während der verlängerten Laufzeiten hätten zahlen sollen entfällt.

    Detaillierte Auskunft über sein bisheriges Engagement bei der Forschung und Entwicklung Erneuerbarer Energien gab das Bundesumweltministerium auch in seinem aktuellen Forschungsbericht 2010 zum Thema.

    Demnach steigerte die Behörde seine Fördermittel für die Erneuerbare Energie-Forschung im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent auf 120,2 Millionen Euro. 32,5 Prozent dieses Geldes floss in die Photovoltaik-Forschung, 30,6 Prozent in Forschungsprojekte zum Thema Windkraft. Ein Zehntel der Mittel wurde für die Optimierung der Energiesysteme verwendet, 8,2 Prozent in Geothermieprojekte und sieben Prozent entfielen auf den Bereich solarthermischer Wärme.

    Insgesamt bewilligte das Ministerium bis zum 31. Dezember vergangenen Jahres 140,7 Millionen Euro für 184 neue Forschungsprojekte zu regenerativen Energien. Die meisten davon waren mit 38 Prozent und 53 Millionen Euro On- und vor allem Offshore-Windprojekte. 28,3 Prozent dieser Neubewilligungen entfiel auf Photovoltaik-Forschung, die 39,8 Millionen Euro vom Ministerium erhielt. In den Bereich solarthermische Großkraftwerke flossen 15,5 Millionen Euro des Forschungsetats. Mit 9,7 Millionen Euro davon wurden neue 16 Projekte unterstützt. 5,8 Millionen Fördermittel investierte das Ministerium in laufende Projekte.

    15 Millionen Euro oder 11 Prozent der Fördergelder stellte das Bundesumweltministerium für Geothermie bereit, neun Prozent für Systemoptimierung und fünf für solarthermische Wärme.

    Q: Ecoreporter

  • Umweltfonds des Jahres 2011

    Der Umweltfonds des Jahres 2011 ist der WEL-Fonds.