Alternative Energien mit nachhaltiger Wertsteigerung?
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  • Börsen im Sinkflug – warum Sie jetzt in Sachwerte (WEL Fonds !) investieren müssen!

    Derzeit befinden sich die Börsen nahezu weltweit im Sinkflug. Alleine der DAX verlor an den letzten acht Handelstagen zwischenzeitlich fast 15 Prozent an Wert und notierte am Freitag (5.8.11) nur noch bei rund 6.200 Punkten. Grund für die massiven Kursverluste sind die Angst vor der Ausweitung der Schuldenkrise in der Europäischen Union sowie in den USA, andererseits aber auch Angst vor einem Voranschreiten der Inflation. Aus diesen Gründen wird derzeit von vielen Experten verstärkt dazu geraten, in Sachwerte zu investieren. Als Sachwerte werden vorrangig Immobilien, Edelmetalle wie Gold oder Silber, und eigentlich auch Aktien bezeichnet. Nur ist ein Investment in Aktien als Sachwerte aufgrund der zur Zeit sehr volatilen Kursbewegungen weniger zu empfehlen. Da auch die Immobilienpreis nach wie vor nicht wirklich stabil sind, bevorzugen viele Experten und auch Anleger seit einiger Zeit die Edelmetalle als Investition in Sachwerte.

    In Sachwerte investieren – Edelmetalle wie Gold und Silber bevorzugt

    Wenn es um ein Investment in Sachwerte geht, dann werden im Bereich der Edelmetalle schon immer Silber, aber vor allem auch Gold von den Anlegern bevorzugt. Gold gilt zum Beispiel als klassisches Krisen-Investment und wird vor allem dann bevorzugt, wenn die Inflationsgefahr steigt. Denn sowohl Gold als auch Silber sind als Edelmetalle eine inflationsgeschützte Geldanlage. Dennoch steht im Moment eher die Angst vor der sich weiter ausbreitenden Schuldenkrise und in dem Zusammenhang der Eurokrise im Vordergrund, wenn es um die Entscheidung für ein Investment in Edelmetalle geht. Schon seit Monaten verliert der Euro deutlich an Wert, sodass viele Anleger aus den so genannten Papiergeld-Anlagen flüchten. Für das Investment in die Sachwerte Edelmetalle spricht auch die hervorragende Preisentwicklung in den letzten Jahre. Der Preis für eine Feinunze Gold konnte sich beispielsweise in der jüngeren Vergangenheit verdoppelt.

    Gold als krisensicheres und inflationsgeschütztes Investment

    Immer wenn es Währungskrisen gab, wurde Gold von den Anlegern als ein sicherer Hafen gesucht. Auch in der jüngsten Vergangenheit haben die Sachwerte in Form der Edelmetalle Gold und Silber stark an Wert gewonnen. Lag der Preis für eine Feinunze Gold Anfang 2008 bei rund 750 US-Dollar, so notiert der Goldpreis aktuell (Stand 5. August 2011) bei rund 1.660 US-Dollar. Trotz dieser hervorragenden Entwicklung sehen viele Experten gute Chancen, dass der Wert des Goldes auch in der näheren Zukunft steigen wird. Und wer nicht nur kurzfristig investieren möchte, für den ist ein Investment in die Sachwerte Edelmetalle wie Gold ohnehin fast immer zu empfehlen. Denn auch langfristig betrachtet sind das Gold oder auch das Silber in der Vergangenheit ein lohnenswertes Investment gewesen.

  • Spezial, Anlagecheck, Geschlossene Fonds: News

    ECOanlagecheck: Biogasfonds von E & K – ein Wiedersehen mit alten BekanntenBis zu 30 Millionen Euro will die E & K Energie und Kapital GmbH aus Schönefeld für ihren Biogasfonds E & K Energie und Kapital GmbH & Co. BioEnergie-Investitions-KG einwerben. Der ECOanlagecheck analysiert: Wie gut oder schlecht ist das Angebot?

    Dieser Biogasfonds soll über eine Investitionsgesellschaft in Biogasanlagen in Deutschland investieren. Die Biogasprojekte des Fonds sind noch nicht bekannt. Es handelt sich somit um eine Blind-Pool-Konzeption. Eine Platzierungsgarantie gibt es nicht. Eine Besonderheit: Die Fondslaufzeit beträgt plangemäß nur zwölf Jahre.

    Im Jahr 2022 sollen die Beteiligungen an den Biogasanlagen veräußert werden, indem die Investmentgesellschaft des Fonds verkauft wird. Als potentielle Käufer nennt der Prospekt unter anderem Energieversorger, Pensionsfonds, Investmentgesellschaften, Banken und Versicherungen. An Investments in Windenergie- und teilweise auch an Solaranlagen sind diese institutionellen Anleger interessiert, an Biogasanlangen zumindest nicht in gleichem Maß wie bei der Windkraft. Das kann daran liegen, dass der Betrieb von Biogasanlagen mit Unwägbarkeiten (z. B. Substratversorgung- und qualität) verbunden und aufwendig ist. Im Vergleich zu Biogasanlagen haben Wind- und Solaranlagen, nachdem sie einmal errichtet sind und technisch einwandfrei laufen, in der Regel ein geringes Betriebsrisiko. Diesen Aspekt schätzen sehr sicherheitsorientierte institutionelle Anleger. Gleichzeitig verlangen sie aber auch für ihr Investment zumeist eine höhere Rendite als Privatanleger.

    Die E & K Energie und Kapital GmbH (Anbieterin) errechnet den Verkaufspreis der Beteiligungen an den Biogasanlagen zum Ende der Fondslaufzeit , indem sie für die auf die Beteiligungen entfallenden Zahlungsströme (Auszahlungen an den Kapitalanleger der Jahre 2023 bis 2031) einen Abzinsungssatz von 3 Prozent pro Jahr unterstellt.

    Das Thema Risiko: Alte Erfahrungen, keine Fertigstellung trotz Vollplatzierung, Insolvenz

    Anbieterin des Biogasfonds E & K Energie und Kapital GmbH & Co. BioEnergie-Investitions-KG ist die E & K Energie und Kapital GmbH. Diese wurde 2002 gegründet und ist nach eigenen Angaben ein Emissionshaushaus für geschlossene Fonds. Einen geschlossenen Fonds hatte es aber bislang unter der Firmierung E&K Energie und Kapital in den acht Jahren nicht rausgebracht. Aus dem Prospekt erschließt sich nicht, ob das Management der Anbieterin Erfahrungen und Kompetenzen im Bereich Bioenergie aufzuweisen hat.

    Recherchen von ECOreporter.de bringen zu Tage, dass Herr J.-P. Friedrich Meyer nicht nur Geschäftsführer der Anbieterin E & K Energie und Kapital GmbH ist, sondern auch Geschäftsführer der BioConInvest GmbH (früher: ConInvest). Die Geschäftsanschriften von E & K und BioConInvest sind identisch. BioConInvest hat nach den Angaben auf ihrer Internetseite bereits mehrere Biogasfonds emittiert. Demnach würde der Geschäftsführer J.-P. Friedrich Meyer über umfangreiche Erfahrungen im Bereich Biogasanlagen verfügen. Umso überraschender, dass diese Erfahrungen, die normalerweise einen Pluspunkt darstellen, im Prospekt zum aktuellen E & K Biogasfonds nicht erwähnt werden. Nach Angaben von E & K ist auf die Darstellung dieser Erfahrungen im Prospekt verzichtet worden, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Diese hätte sich aufgrund der unterschiedlichen Firmierungen vermindern können.

    Die Recherchen ergeben, dass ein weiterer Biogasfonds nicht erwähnt wird: der Biogasfonds Coesfeld. ECOreporter.de hatte 2006 einen Anlagecheck zu diesem Fonds erstellt und von einer Zeichnung abgeraten. 2009 berichtete ECOreporter.de über massive Probleme für den Biogasfonds Coesfeld (per Mausklick gelangen Sie zu dem Beitrag).

    Die Biogasanlage des BioConInvest Biogasfonds Coesfeld wurde nicht fertig gestellt. Nach den vorliegenden Informationen reichte das Fondsvolumen trotz Vollplatzierung nicht aus, um das Biogasprojekt Coesfeld umsetzen zu können. Die Gesellschafter des ehemaligen BioConInvest Biogasfonds Coesfeld beschlossen daraufhin im Dezember 2009 die Anmeldung zur Insolvenz.

    Die Biogasanlagen des aktuellen Fonds der E & K sollen laut Prospekt bis Ende 2012 in Betrieb genommen werden. Dieser Investitionszeitraum ist nicht unproblematisch, da die Bundesregierung Anfang Februar ihre Absicht verkündet hat, die Einspeisevergütung für Strom aus Biogas vorzeitig schon für 2012 zu senken. Über die Höhe der Kürzung dieser Vergütung soll erst ab Mitte 2011 entschieden werden. Diese Kürzung der Vergütung für Neuanlagen ab 2012 ist in der Fondskalkulation nicht berücksichtigt. Nach Aussage des Initiators ist geplant, dass ein Großteil der Anlagen, an denen sich der Fonds beteiligt, bereits genehmigt wurden und noch in 2011 errichtet werden oder aber bereits im Betrieb ist. Laut Prospekt können Investitionen erst getätigt werden, wenn das Eigenkapital für zumindest eine Biogasanlage eingeworben worden ist.

    Fazit:

    Aufgrund der geplanten Kürzungen der EEG-Einspeisevergütung für Strom aus Biogas ist eine Blind-Pool-Konzeption riskant. Für Anlagen aus 2012 könnten Einbußen drohen, die die Kalkulation des Biogasfonds E & K beinträchtigen könnten. Fraglich ist auch, ob die Beteiligungen an den Biogasanlagen zu den geplanten Konditionen in zwölf Jahren veräußert werden können.

    Bedenklich sind auch die Begleitumstände des Fondsangebotes: Der Geschäftsführer der Fondsanbieterin E & K fungiert auch als Geschäftsführer einer anderen Fondsanbieterin (BioConInvest). BioConInvest hat 2006 einen Biogasfonds aufgelegt, der vor rund einem Jahr Insolvenz anmelden musste.

    ECOreporter empfiehlt, nicht zu zeichnen.

  • Spezial, Geschlossene Fonds: News, Wachhund

    Biogasfonds Cash Cow III zahlungsunfähig – Anlegern droht Totalverlust313 Prozent Gesamtmittelausschüttung sollte der geschlossene Biogasfonds Cash Cow III Biomethan Plus seinen Anlegern nach 21 Jahren Laufzeit in 2027 bringen. Nach nur knapp viereinhalb Jahren Laufzeit hat die Cash Cow III Biomethan Plus GmbH & KG Insolvenz anmelden müssen. Ob die Anleger dem Totalverlust noch entgehen können, ist mehr als fraglich.

    Zuletzt sei ein notwendiger Überbrückungskredit nicht bewilligt worden, teilte Willi Schäfer von der Regensburger Fondsinitiatorin Aufwind Neue Energien GmbH, ehemals Aufwind Schmack GmbH, auf Nachfrage von ECOreporter.de mit. Bis zur Insolvenz führte er den Fonds. Für dessen Investitionen in deutsche Biogasanlagen waren bei 365 Privatanlegern 6,1 Millionen Euro eingesammelt worden, bei einem Gesamtvolumen von 20,7 Millionen Euro.

    Ansprüche der Anleger nachrangig

    Klar scheint allerdings schon jetzt, dass die geschädigten Anleger kaum Chancen haben, ihr Investment zurück zu erhalten. Denn rein rechtlich sind deren Ansprüche nachrangig gegenüber denen der kreditgebenden Banken. Das erklärten sowohl Schäfer als auch der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Anwalt Dr. Rudolf Dobmeier, ebenfalls aus Regensburg. Deshalb sei es unwahrscheinlich, dass Mittel aus möglichen Erlösen der Konkursmasse an Anleger fließen werden. Beide bestätigten auf Nachfrage, dass die weiterhin laufenden drei Biogasanlagen im Fondsportfolio – eine im bayrischen Pliening, eine in Schlanstedt (Sachsen-Anhalt) und eine im niedersächsischen Großefehn – verkauft werden sollen.

    Dazu, was der Cash Cow III letztendlich das Genick gebrochen hat, wolle und dürfe man sich nicht äußern, sagten alle Befragten. Ohnehin habe die Aufarbeitung der Insolvenz erst begonnen und das Hauptaugenmerk liege darauf, die bestehenden Anlagen mit Hilfe neuer Investoren zu retten, so Dobmeier.

    Führten Fehlkalkulationen zu Rohstoffpreisen zum Aus?

    ECOreporter.de hatte Cash Cow III im Januar 2007 einem ECOanlagecheck unterzogen und dabei ein Risiko angeführt, das offenbar zum Aus des Fonds beigetragen hat (per Mausklick gelangen Sie zu dem Beitrag). Die Emittentin kalkulierte damals nach eigenen Angaben mit „mehr oder weniger stabilen Rohstoffpreisen“ und hatte einzelne Verträge mit Substratlieferanten geschlossen, die zwischen einem und zwölf Jahren laufen sollten – zu wenig für einen Fonds, der 21 Jahre lang attraktive Renditen zwischen 5 mehr als 20 Prozent ausschütten sollte. Bereits damals hatte die Initiatorin eingeräumt, dass die Rentabilität des Fonds „in erheblichem Maße von den Kosten für die Einsatzstoffe“ abhing. Die Verantwortlichen zeigten sich allerdings optimistisch, diese Kosten über günstige Bezugsquellen gering halten zu können. Ein Trugschluss – tatsächlich sind die Rohstoffpreise in den letzten Jahren enorm angestiegen.

    Q: Ecoreporter

  • Aktuelle Newsmeldungen zu Umweltfonds

    Geothermisches Kraftwerk. / Quelle: Western GeoPower

    Das US-amerikanische Geothermie-Unternehmen Ormat Technologies, Inc. hat im mittelamerikanischen Costa Rica eine Anlage mit 42 Megawatt Leistung fertiggestellt. Wie das Unternehmen aus Reno im Bundesstaat Nevada mitteilt, wurde das Geothermiekraftwerk in Las Pailas im Auftrag des einheimischen Versorgers Costa Rican National Electricity and Telecommunications Company errichtet, der die Anlage fortan betreiben werde.

    In Mittelamerika ist Ormat nach eigenen Angaben seit 1999 aktiv und hat dort bereits mehrere geothermische Kraftwerke errichtet.

    Ormat Technologies Inc: ISIN US6866881021 / WKN:A0DK9X

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    Chinesischer Nachhaltigkeitsindex angekündigt

    Noch in diesem Monat soll ein chinesischer Nachhaltigkeitsindex auf den Markt kommen. Die Shanghai Stock Exchange (SSE) hat den Start ihres SSE Sustainable Development Industry Index für den 22. August angekündigt. Er soll nach ihren Angaben bei ihr gelistete Unternehmen enthalten, die sich durch Leistungen in Bereichen wie Klimaschutz, Energieeffizienz. Wasserversorgung und -entsorgung sowie Recycling auszeichnen. Näheres zum Auswahlprozess und einer möglichen Nachhaltigkeitsanalyse wurde nicht mitgeteilt.

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    ECOanlagecheck: Geschlossener Fonds SunCollectVario der Collector AG

    Mit dem SunCollectVario bietet die Collector AG aus Schwabach ihren ersten geschlossenen Fonds an. Dieser soll in mehrere Erneuerbare-Energien-Anlagen investieren – in Photovoltaik, Solarthermie, Windkraft, Wasserkraft, Biogas, Biomasse und Geothermie. An einer Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von 0,522 Megawattpeak (MWp) hat sich der Fonds bereits beteiligt. Anleger können ab 1.000 Euro plus fünf Prozent Agio einsteigen. Der ECOanlagecheck analysiert den Fonds.

    Der Anleger kann bei dem Fonds zwischen zwei Beteiligungs-Varianten wählen: „Kapital A (multiVario)“ oder „Kapital B (singleVario)“.
    Bei der multiVario-Variante zahlt der Anleger zunächst 10 Prozent seiner Kommanditeinlage plus 5 Prozent Agio. Die restlichen 90 Prozent leistet der Anleger in monatlichen Raten von 0,5 Prozent. Zudem werden bei der multiVario-Variante in den ersten zehn Jahren des Fonds die Ausschüttungen einbehalten (thesauriert), so dass sich die Dauer der Ratenzahlung prognosegemäß auf zehn Jahre verringert.
    Bei der singleVario-Variante zahlt der Anleger zunächst 50 Prozent seiner Kommanditeinlage plus 2,5 Prozent Agio. Die restlichen 50 Prozent plus 2,5 Prozent Agio „zahlt“ der Anleger, indem die ihm zustehenden Ausschüttungen in den ersten rund zwölf Jahren vom Fonds einbehalten werden (thesauriert).

    Eigenkapitalhöhe und Platzierungsgarantie

    Gesamtinvestitionsvolumen: 138,6 Millionen Euro
    Eigenkapitalvolumen: 50,1 Millionen Euro (36,1 Prozent)
    Platzierungsgarantie: Nein
    Agio: 2,5 Millionen Euro (1,8 Prozent)
    Fremdkapitalvolumen: 86,0 Millionen Euro (62,1 Prozent)

    Die Platzierungsphase kann ein- oder mehrmals bis zum 31. Dezember 2012 verlängert werden. Eine Platzierungsgarantie besteht nicht, so dass grundsätzlich das Risiko einer Rückabwicklung des Fonds besteht. Nach Aussage der Anbieterin könnte der Fonds auch mit einem geringeren Volumen geschlossen werden, so dass es zu keiner Rückabwicklung kommen würde. In den ersten fünf Wochen der Platzierungsphase des Fonds hat der Anbieter nach eigenen Angaben ein Eigenkapital von 2,5 Millionen Euro platziert (Stand: 14. Juni 2011).

    Für die Prognoserechnung kalkuliert die Anbieterin mit Darlehenszinsen von 5 Prozent.

    Fondsnebenkosten

    (in Prozent des Eigenkapitalvolumens ohne Agio)
    Agio: 5,0 Prozent
    Eigenkapitalvermittlung (ohne Agio): 5,0 Prozent
    Projektvermittlung: 4,2 Prozent
    Marketing: 1,0 Prozent
    Fondskonzeption: 1,5 Prozent
    Geschäftsbesorgung: 2,0 Prozent
    Gestellung des Geschäftsführers: 1,0 Prozent
    Fremdkapitalvermittlung: 2,6 Prozent
    Sonstiges: 0,7 Prozent
    Gesamtweichkosten: 23,0 Prozent

    Eventuell fällt laut Prospekt auch Umsatzsteuer auf einzelne Kostenpositionen an, die bei den Nebenkosten noch nicht berücksichtigt wurde.
    Die Gesamtweichkostenquote des Fonds liegt über dem Durchschnitt der im ECOanlagecheck geprüften Fonds der letzten zwölf Monate.

    Laufende Kosten

    Laut Prospekt soll die Fondsgesellschaft mit ihren geplanten acht Tochtergesellschaften (Objektgesellschaften), welche die Erneuerbare-Energien-Anlagen des Fonds besitzen und betreiben, Verwaltungsverträge abschließen. Für ihre Verwaltungs- und Geschäftsführungstätigkeiten soll die Fondsgesellschaft von den einzelnen Objektgesellschaften eine Vergütung in Höhe von pauschal 8 Prozent des jeweiligen jährlichen Stromerlöses erhalten. Unklar bleibt, an wen die Fondsgesellschaft die Verwaltungsvergütung weitergibt.

    Die Kosten für die technische Betriebsführung (inkl. Pacht, Instandhaltung, Versicherungen) werden auf rund 6 Prozent der jährlichen Stromerträge geschätzt.

    Die Prognoserechnung geht von einer inflationsbedingten Kostensteigerung von 2 Prozent pro Jahr aus.

    Laufzeit und Ausschüttungen

    Laufzeit: 20 Jahre (geplant), erstmalige Kündigungsmöglichkeit für Anleger 10 Jahre nach Beitritt
    Gesamtausschüttung: 170 (multiVario), 156 Prozent (singleVario), jeweils inkl. 105 Prozent Einzahlung
    Ausschüttung durch Verkaufserlös: 101 Prozent
    Rendite vor Steuern pro Jahr (IRR): 6,1 Prozent (multiVario), 6,1 Prozent (singleVario)
    Einkaufsfaktor (Kaufpreis/Stromerlöse erstes Jahr): < 10,16858 (Investitionskriterium)

    Wenn ein Anleger seine Beteiligung kündigt, erhält er laut Gesellschaftsvertrag eine Abfindungszahlung, die sich nach dem anteiligen Verkehrswert seiner Beteiligung richtet. Die Komplementärin wird den Verkehrswert laut Gesellschaftsvertrag „unter Anwendung allgemein anerkannter Wertermittlungsmethoden“ ermitteln. Sollten sich der ausscheidende Gesellschafter und die Fondsgesellschaft nicht auf einen Verkehrswert einigen, wird von dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Nürnberg ein Sachverständiger bestellt, der die Bewertung durchführt.

    Bei der Renditeerwartung sind die Anleger der multiVario-Variante denen der single-Vario-Variante gleichgestellt, wie die von ECOreporter.de berechneten Renditen zeigen. Aufgrund der unterschiedlichen Einzahlungstermine der beiden Varianten sind die nach der internen Zinsfußmethode-Methode (IRR) berechneten Vorsteuer-Renditen nicht komplett vergleichbar. Die Fondsgesellschaft erzielt laut Prospekt Einkünfte aus Gewerbebetrieb.
    Der Einkaufsfaktor für die bereits gekaufte Solaranlage Landgut Heideck liegt laut Prospekt mit 10,22 leicht über dem als Investitionskriterium angegebenen Wert von rund 10,17.

    Technik und Erträge

    Laut Investitionskriterium darf der Fonds Anlagen erwerben, die Technologien aus den Bereichen Photovoltaik, Solarthermie, Windkraft, Wasserkraft, Biogas, Biomasse oder Geothermie einsetzen. Der Investitionsschwerpunkt soll laut Prospekt im Bereich der Photovoltaik liegen. Zudem sollen sich die Anlagen im Euro-Währungsraum befinden. Die Geschäftsführerin des Fonds wird aber schon im Prospekt beauftragt und ermächtigt, außerhalb der Eurozone zu investieren, falls in den Staaten der Eurozone keine geeigneten Investitionsobjekte in ausreichendem Unfang zur Verfügung stehen sollten. Das Vorliegen von unabhängigen Ertragsgutachten ist kein Investitionskriterium des Fonds.

    Zum Zeitpunkt der Prospekterstellung wurden laut Prospekt Investments in den Bereichen Photovoltaik und Windenergie in Erwägung gezogen. Ein erstes Investitionsobjekt hat der Fonds bereits erworben. Dabei handelt es sich um die Solar-Dachanlage „Landgut Heideck“ in Sachsen-Anhalt mit einer Nennleistung von 552 Kilowattpeak (kWp). Die Anlage wurde vom Generalunternehmer, der Central Solar Deutschland GmbH, auf renovierten Dachflächen eines Landwirtschaftsbetriebes errichtet und laut Prospekt im Juni 2010 in Betrieb genommen. Zum Einsatz kamen Module von Canadian Solar und Wechselrichter von RefuSol. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE prognostizierte in einem Ertragsgutachten einen mittleren spezifischen Jahresertrag von 936 kWh/kWp. Die Prognoserechnung kalkuliert nicht mit einer jährlichen Leistungsabnahme der Module (Degradation).

    Aufgrund einer veränderten Rechtssprechung ist es laut Prospekt möglich, dass für die Solaranlage „Landgut Heideck“ in Zukunft eine Baugenehmigung erforderlich wird. Zur rechtlichen Absicherung wurde diese nachträglich beantragt und liegt derzeit noch nicht vor. Nach Angaben der Anbieterin liegen alle erforderlichen Unterlagen vor, und die Erteilung der Baugenehmigung wurde bereits im Vorfeld abgestimmt. Die Nutzungs- und Leitungsrechte (Kabel, Leitungen, Trafostation) sind nach Angaben der Anbieterin inzwischen im Grundbuch eingetragen. Für die Solaranlage „Landgut Heideck“ wurde laut Prospekt eine KfW-Darlehen verbindlich zugesagt. Die Darlehenslaufzeit beträgt demnach 17 Jahre, der Zinssatz ist die ersten zehn Jahre auf 3,8 Prozent festgeschrieben.

    Die Solaranlage hat die Fondsgesellschaft von der Fondsanbieterin, der Collector AG, erworben, so dass aufgrund der personellen Verflechtungen Interessenskonflikte möglich sind. Die Collector AG gewährt dem Fonds auch ein Darlehen zur Eigenkapitalzwischenfinanzierung über 320.000 Euro. Dieses Darlehen wird mit relativ hohen 14 Prozent pro Jahr verzinst und ist spätestens Ende 2012 fällig.

    Ökologische Wirkung

    Bislang sind erst rund 2 Prozent der insgesamt geplanten Investitionen bekannt, so dass die ökologische Qualität der einzelnen Projekte und damit auch die ökologische Wirkung des Fonds insgesamt noch nicht beurteilt werden können.

    Risiko

    Anbieterin des geschlossenen Fonds SunCollectVario ist die Collector AG aus Schwabach. Diese wurde im Oktober 2009 ins Handelsregister eingetragen, der vorliegende SunCollectVario ist ihr erster geschlossener Fonds. Mehrheitsgesellschafter der Collector AG ist die ebenfalls 2009 gegründete AC Erste Fonds GmbH, Geschäftsführer sind Herr Andreas Steffen und Herr Bernd Gilles. Möglicherweise bereits vorhandene Erfahrungen, Kompetenzen und Referenzen des Unternehmens und seiner handelnden Personen werden im Prospekt nicht genannt. Bernd Gilles, Geschäftsführer der SunCollect Vario Fonds Verwaltungs GmbH (Komplementärin), erklärte auf Nachfrage von ECOreporter.de, er komme aus der Vermögensverwaltung und sei seit 2009 auch im Bereich Photovoltaik tätig. Für die Kunden seiner Vermögensverwaltung habe er nach eigenen Angaben 2010 außerhalb der Collector AG den Solarfonds NBC Franken Solarfonds 1 mit 3 Millionen Euro Eigenkapital aufgelegt und vollplatziert. Die Collector AG selbst habe 2010 Solarprojekte mit einer Nennleistung von insgesamt rund 1,5 MWp auf Dachflächen privater Einzel-Investoren realisiert. Aufgrund der kurzen Unternehmenshistorie sind keine Leistungsnachweise verfügbar.

    Der Fonds hat bislang eine Solardachanlage mit einer Nennleistung von 552 kWp gekauft. Weitere Projekte stehen noch nicht fest, so dass ein Blind-Pool-Risiko besteht.

    Die Investitionsphase des Fonds soll sich bis 2019 erstrecken. Trotzdem beschränkt sich die Mittelverwendungskontrolle auf die Zeichnungsphase.
    Das Fondskonzept sieht vor, dass die Anleger ihre Pflichteinlage nur teilweise einzahlen müssen. Bei der singleVario-Variante bezahlt der Anleger nur 50 Prozent der Pflichteinlage als Ersteinlage. Die restlichen 50 Prozent sollen indirekt gezahlt werden, indem die dem Anleger zustehenden Ausschüttungen in den ersten zwölf Jahren vom Fonds einbehalten (thesauriert) werden. Falls nun die Ausschüttungen des Fonds niedriger als vorgesehen sind, ist die Fondsgesellschaft berechtigt, den Anleger zur Zahlung der restlichen Pflichteinlage in monatlichen Raten von 0,5 Prozent der Pflichteinlage verpflichten. Für einen Anleger können daher in kommenden Jahren eventuell zusätzliche Zahlungsverpflichtungen entstehen. Wenn er dann diese Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann, ist er in Verzug und kann aus der Fondsgesellschaft ausgeschlossen werden.

    Fazit:

    Finanziell

    Der Fonds ist teilweise ein Blindpool. Eine Solaranlage hat der Fonds gekauft. Weitere Investitionen im Bereich Solar, Wind, Wasser, Biogas, Geothermie sollen folgen. Bis 2019 soll die Investitionsphase andauern. Ausschüttungen werden prognosegemäß erst ab 2022 bzw. 2023 an die Anleger ausbezahlt. Die bis dahin anfallenden Ausschüttungen werden im Rahmen des Ansparplans thesauriert, um die Pflichteinlage der Anleger auf 100 Prozent aufzufüllen. Nach 20 Jahren Fondslaufzeit sollen die Anlagen verkauft werden. Der Verkaufserlös alleine soll eine Ausschüttung von 101 Prozent bringen.

    Nachhaltigkeit
    Weil die meisten Anlagen noch nicht feststehen, ist eine fundierte Aussage noch nicht möglich.

    ECOreporter.de-Empfehlung

    Das Beteiligungsangebot SunCollectVario, der erste Fonds der Collector AG, ist sorgfältig prospektiert. Allerdings handelt es sich um eine Blind-Pool-Konzeption. Zudem liegt die Weichkostenquote über dem Durchschnitt der in den ECOanlagechecks der letzten zwölf Monate geprüften Fonds. Der Anbieter ist relativ neu, so dass seine Kompetenz noch nicht fundiert beurteilt werden kann. Daher gewähren Anleger dem Anbieter einen Vertrauensvorschuss, falls sie sich für eine Beteiligung an dem Fonds entscheiden sollten.

    Basisdaten

    Anbieterin, Prospektverantwortliche, Geschäftsführerin und Gründungskommanditistin: Collector AG, Schwabach
    Fondsgesellschaft (Emittentin): SunCollect Vario Fonds GmbH & Co. KG, Schwabach
    Komplementärin und Geschäftsführerin: SunCollect Vario Fonds Verwaltungs GmbH, Schwabach
    Treuhänderin und Gründungskommanditistin: RK revisionskontor GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg
    Beteiligungsform: Treugeber oder Direktkommanditist
    Fondswährung: Euro
    Gesamtinvestitionsvolumen: 138,6 Millionen Euro
    Eigenkapitalvolumen (ohne Agio): 50,1 Millionen Euro
    Mindestzeichnungssumme: 1.000 Euro
    Agio: 5 Prozent
    Laufzeit: 20 Jahre (geplant), erstmalige Kündigungsmöglichkeit für Anleger 10 Jahre nach Beitritt
    BaFin-Gestattung: Ja
    Leistungsbilanz: Nein
    IDW-Prospektprüfungsbericht: Ja
    Mittelverwendungskontrolle: BPS Steuerberatungsgesellschaft mbH
    Sensitivitätsanalyse: Ja
    Prospekthaftung: bis 6 Monate nach Prospektveröffentlichung
    Haftsumme: 10 Prozent der Kommanditeinlage (Außenverhältnis), 100 Prozent (Innenverhältnis)

    Q: Ecoreporter

  • Italien-Solarfonds von Chorus nimmt Kraftwerke in Betrieb

    Solarprojekt der Chorus GmbH. / Quelle: Unternehmen

    Fortschritte für das Portfolio seines jüngsten Italien-Solarfonds meldet der Münchner Initiator Chorus GmbH. Seit dem Vertriebsstart sind ihm zufolge sechs Photovoltaik-Kraftwerke mit insgesamt 9,3 Megawatt peak (MWp) in Betrieb gegangen. Dabei handle es sich um die Anlagen Banna 1 mit 4,3 MWp nahe Turin sowie die Projekte Baldaccioni und Girasole in der Nähe von Pesaro sowie Belante, Mosciano und Giulianova bei Termao – allesamt mit jeweils einem MWp Leistungskapazität.

    Der Fonds ist auf acht Jahre angelegt. Privatanleger sollen insgesamt 10 Millionen Euro Eigenkapital beisteuern. Ihnen stellt Chorus bis zu 9 Prozent jährliche Ausschüttungen in Aussicht, beginnend ab 2012 bei 7,25 Prozent. Zum Fondslaufzeitende 2019 werden 146,65 Prozent Abschlussausschüttung prognostiziert. Das bedeutet, dass Investoren zuzüglich zum zurückerstatteten Anlagekapital 46,65 Prozent Ertrag erhalten würden. In dieser Kalkulation ist der Verkaufserlös der Photovoltaikparks inbegriffen. Anleger können ab 10.000 Euro einsteigen.

    Q: Ecoreporter