Börsen im Sinkflug – warum Sie jetzt in Sachwerte (WEL Fonds !) investieren müssen!

Derzeit befinden sich die Börsen nahezu weltweit im Sinkflug. Alleine der DAX verlor an den letzten acht Handelstagen zwischenzeitlich fast 15 Prozent an Wert und notierte am Freitag (5.8.11) nur noch bei rund 6.200 Punkten. Grund für die massiven Kursverluste sind die Angst vor der Ausweitung der Schuldenkrise in der Europäischen Union sowie in den USA, andererseits aber auch Angst vor einem Voranschreiten der Inflation. Aus diesen Gründen wird derzeit von vielen Experten verstärkt dazu geraten, in Sachwerte zu investieren. Als Sachwerte werden vorrangig Immobilien, Edelmetalle wie Gold oder Silber, und eigentlich auch Aktien bezeichnet. Nur ist ein Investment in Aktien als Sachwerte aufgrund der zur Zeit sehr volatilen Kursbewegungen weniger zu empfehlen. Da auch die Immobilienpreis nach wie vor nicht wirklich stabil sind, bevorzugen viele Experten und auch Anleger seit einiger Zeit die Edelmetalle als Investition in Sachwerte.

In Sachwerte investieren – Edelmetalle wie Gold und Silber bevorzugt

Wenn es um ein Investment in Sachwerte geht, dann werden im Bereich der Edelmetalle schon immer Silber, aber vor allem auch Gold von den Anlegern bevorzugt. Gold gilt zum Beispiel als klassisches Krisen-Investment und wird vor allem dann bevorzugt, wenn die Inflationsgefahr steigt. Denn sowohl Gold als auch Silber sind als Edelmetalle eine inflationsgeschützte Geldanlage. Dennoch steht im Moment eher die Angst vor der sich weiter ausbreitenden Schuldenkrise und in dem Zusammenhang der Eurokrise im Vordergrund, wenn es um die Entscheidung für ein Investment in Edelmetalle geht. Schon seit Monaten verliert der Euro deutlich an Wert, sodass viele Anleger aus den so genannten Papiergeld-Anlagen flüchten. Für das Investment in die Sachwerte Edelmetalle spricht auch die hervorragende Preisentwicklung in den letzten Jahre. Der Preis für eine Feinunze Gold konnte sich beispielsweise in der jüngeren Vergangenheit verdoppelt.

Gold als krisensicheres und inflationsgeschütztes Investment

Immer wenn es Währungskrisen gab, wurde Gold von den Anlegern als ein sicherer Hafen gesucht. Auch in der jüngsten Vergangenheit haben die Sachwerte in Form der Edelmetalle Gold und Silber stark an Wert gewonnen. Lag der Preis für eine Feinunze Gold Anfang 2008 bei rund 750 US-Dollar, so notiert der Goldpreis aktuell (Stand 5. August 2011) bei rund 1.660 US-Dollar. Trotz dieser hervorragenden Entwicklung sehen viele Experten gute Chancen, dass der Wert des Goldes auch in der näheren Zukunft steigen wird. Und wer nicht nur kurzfristig investieren möchte, für den ist ein Investment in die Sachwerte Edelmetalle wie Gold ohnehin fast immer zu empfehlen. Denn auch langfristig betrachtet sind das Gold oder auch das Silber in der Vergangenheit ein lohnenswertes Investment gewesen.

Spezial, Anlagecheck, Geschlossene Fonds: News

ECOanlagecheck: Biogasfonds von E & K – ein Wiedersehen mit alten BekanntenBis zu 30 Millionen Euro will die E & K Energie und Kapital GmbH aus Schönefeld für ihren Biogasfonds E & K Energie und Kapital GmbH & Co. BioEnergie-Investitions-KG einwerben. Der ECOanlagecheck analysiert: Wie gut oder schlecht ist das Angebot?

Dieser Biogasfonds soll über eine Investitionsgesellschaft in Biogasanlagen in Deutschland investieren. Die Biogasprojekte des Fonds sind noch nicht bekannt. Es handelt sich somit um eine Blind-Pool-Konzeption. Eine Platzierungsgarantie gibt es nicht. Eine Besonderheit: Die Fondslaufzeit beträgt plangemäß nur zwölf Jahre.

Im Jahr 2022 sollen die Beteiligungen an den Biogasanlagen veräußert werden, indem die Investmentgesellschaft des Fonds verkauft wird. Als potentielle Käufer nennt der Prospekt unter anderem Energieversorger, Pensionsfonds, Investmentgesellschaften, Banken und Versicherungen. An Investments in Windenergie- und teilweise auch an Solaranlagen sind diese institutionellen Anleger interessiert, an Biogasanlangen zumindest nicht in gleichem Maß wie bei der Windkraft. Das kann daran liegen, dass der Betrieb von Biogasanlagen mit Unwägbarkeiten (z. B. Substratversorgung- und qualität) verbunden und aufwendig ist. Im Vergleich zu Biogasanlagen haben Wind- und Solaranlagen, nachdem sie einmal errichtet sind und technisch einwandfrei laufen, in der Regel ein geringes Betriebsrisiko. Diesen Aspekt schätzen sehr sicherheitsorientierte institutionelle Anleger. Gleichzeitig verlangen sie aber auch für ihr Investment zumeist eine höhere Rendite als Privatanleger.

Die E & K Energie und Kapital GmbH (Anbieterin) errechnet den Verkaufspreis der Beteiligungen an den Biogasanlagen zum Ende der Fondslaufzeit , indem sie für die auf die Beteiligungen entfallenden Zahlungsströme (Auszahlungen an den Kapitalanleger der Jahre 2023 bis 2031) einen Abzinsungssatz von 3 Prozent pro Jahr unterstellt.

Das Thema Risiko: Alte Erfahrungen, keine Fertigstellung trotz Vollplatzierung, Insolvenz

Anbieterin des Biogasfonds E & K Energie und Kapital GmbH & Co. BioEnergie-Investitions-KG ist die E & K Energie und Kapital GmbH. Diese wurde 2002 gegründet und ist nach eigenen Angaben ein Emissionshaushaus für geschlossene Fonds. Einen geschlossenen Fonds hatte es aber bislang unter der Firmierung E&K Energie und Kapital in den acht Jahren nicht rausgebracht. Aus dem Prospekt erschließt sich nicht, ob das Management der Anbieterin Erfahrungen und Kompetenzen im Bereich Bioenergie aufzuweisen hat.

Recherchen von ECOreporter.de bringen zu Tage, dass Herr J.-P. Friedrich Meyer nicht nur Geschäftsführer der Anbieterin E & K Energie und Kapital GmbH ist, sondern auch Geschäftsführer der BioConInvest GmbH (früher: ConInvest). Die Geschäftsanschriften von E & K und BioConInvest sind identisch. BioConInvest hat nach den Angaben auf ihrer Internetseite bereits mehrere Biogasfonds emittiert. Demnach würde der Geschäftsführer J.-P. Friedrich Meyer über umfangreiche Erfahrungen im Bereich Biogasanlagen verfügen. Umso überraschender, dass diese Erfahrungen, die normalerweise einen Pluspunkt darstellen, im Prospekt zum aktuellen E & K Biogasfonds nicht erwähnt werden. Nach Angaben von E & K ist auf die Darstellung dieser Erfahrungen im Prospekt verzichtet worden, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Diese hätte sich aufgrund der unterschiedlichen Firmierungen vermindern können.

Die Recherchen ergeben, dass ein weiterer Biogasfonds nicht erwähnt wird: der Biogasfonds Coesfeld. ECOreporter.de hatte 2006 einen Anlagecheck zu diesem Fonds erstellt und von einer Zeichnung abgeraten. 2009 berichtete ECOreporter.de über massive Probleme für den Biogasfonds Coesfeld (per Mausklick gelangen Sie zu dem Beitrag).

Die Biogasanlage des BioConInvest Biogasfonds Coesfeld wurde nicht fertig gestellt. Nach den vorliegenden Informationen reichte das Fondsvolumen trotz Vollplatzierung nicht aus, um das Biogasprojekt Coesfeld umsetzen zu können. Die Gesellschafter des ehemaligen BioConInvest Biogasfonds Coesfeld beschlossen daraufhin im Dezember 2009 die Anmeldung zur Insolvenz.

Die Biogasanlagen des aktuellen Fonds der E & K sollen laut Prospekt bis Ende 2012 in Betrieb genommen werden. Dieser Investitionszeitraum ist nicht unproblematisch, da die Bundesregierung Anfang Februar ihre Absicht verkündet hat, die Einspeisevergütung für Strom aus Biogas vorzeitig schon für 2012 zu senken. Über die Höhe der Kürzung dieser Vergütung soll erst ab Mitte 2011 entschieden werden. Diese Kürzung der Vergütung für Neuanlagen ab 2012 ist in der Fondskalkulation nicht berücksichtigt. Nach Aussage des Initiators ist geplant, dass ein Großteil der Anlagen, an denen sich der Fonds beteiligt, bereits genehmigt wurden und noch in 2011 errichtet werden oder aber bereits im Betrieb ist. Laut Prospekt können Investitionen erst getätigt werden, wenn das Eigenkapital für zumindest eine Biogasanlage eingeworben worden ist.

Fazit:

Aufgrund der geplanten Kürzungen der EEG-Einspeisevergütung für Strom aus Biogas ist eine Blind-Pool-Konzeption riskant. Für Anlagen aus 2012 könnten Einbußen drohen, die die Kalkulation des Biogasfonds E & K beinträchtigen könnten. Fraglich ist auch, ob die Beteiligungen an den Biogasanlagen zu den geplanten Konditionen in zwölf Jahren veräußert werden können.

Bedenklich sind auch die Begleitumstände des Fondsangebotes: Der Geschäftsführer der Fondsanbieterin E & K fungiert auch als Geschäftsführer einer anderen Fondsanbieterin (BioConInvest). BioConInvest hat 2006 einen Biogasfonds aufgelegt, der vor rund einem Jahr Insolvenz anmelden musste.

ECOreporter empfiehlt, nicht zu zeichnen.

Spezial, Geschlossene Fonds: News, Wachhund

Biogasfonds Cash Cow III zahlungsunfähig – Anlegern droht Totalverlust313 Prozent Gesamtmittelausschüttung sollte der geschlossene Biogasfonds Cash Cow III Biomethan Plus seinen Anlegern nach 21 Jahren Laufzeit in 2027 bringen. Nach nur knapp viereinhalb Jahren Laufzeit hat die Cash Cow III Biomethan Plus GmbH & KG Insolvenz anmelden müssen. Ob die Anleger dem Totalverlust noch entgehen können, ist mehr als fraglich.

Zuletzt sei ein notwendiger Überbrückungskredit nicht bewilligt worden, teilte Willi Schäfer von der Regensburger Fondsinitiatorin Aufwind Neue Energien GmbH, ehemals Aufwind Schmack GmbH, auf Nachfrage von ECOreporter.de mit. Bis zur Insolvenz führte er den Fonds. Für dessen Investitionen in deutsche Biogasanlagen waren bei 365 Privatanlegern 6,1 Millionen Euro eingesammelt worden, bei einem Gesamtvolumen von 20,7 Millionen Euro.

Ansprüche der Anleger nachrangig

Klar scheint allerdings schon jetzt, dass die geschädigten Anleger kaum Chancen haben, ihr Investment zurück zu erhalten. Denn rein rechtlich sind deren Ansprüche nachrangig gegenüber denen der kreditgebenden Banken. Das erklärten sowohl Schäfer als auch der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Anwalt Dr. Rudolf Dobmeier, ebenfalls aus Regensburg. Deshalb sei es unwahrscheinlich, dass Mittel aus möglichen Erlösen der Konkursmasse an Anleger fließen werden. Beide bestätigten auf Nachfrage, dass die weiterhin laufenden drei Biogasanlagen im Fondsportfolio – eine im bayrischen Pliening, eine in Schlanstedt (Sachsen-Anhalt) und eine im niedersächsischen Großefehn – verkauft werden sollen.

Dazu, was der Cash Cow III letztendlich das Genick gebrochen hat, wolle und dürfe man sich nicht äußern, sagten alle Befragten. Ohnehin habe die Aufarbeitung der Insolvenz erst begonnen und das Hauptaugenmerk liege darauf, die bestehenden Anlagen mit Hilfe neuer Investoren zu retten, so Dobmeier.

Führten Fehlkalkulationen zu Rohstoffpreisen zum Aus?

ECOreporter.de hatte Cash Cow III im Januar 2007 einem ECOanlagecheck unterzogen und dabei ein Risiko angeführt, das offenbar zum Aus des Fonds beigetragen hat (per Mausklick gelangen Sie zu dem Beitrag). Die Emittentin kalkulierte damals nach eigenen Angaben mit „mehr oder weniger stabilen Rohstoffpreisen“ und hatte einzelne Verträge mit Substratlieferanten geschlossen, die zwischen einem und zwölf Jahren laufen sollten – zu wenig für einen Fonds, der 21 Jahre lang attraktive Renditen zwischen 5 mehr als 20 Prozent ausschütten sollte. Bereits damals hatte die Initiatorin eingeräumt, dass die Rentabilität des Fonds „in erheblichem Maße von den Kosten für die Einsatzstoffe“ abhing. Die Verantwortlichen zeigten sich allerdings optimistisch, diese Kosten über günstige Bezugsquellen gering halten zu können. Ein Trugschluss – tatsächlich sind die Rohstoffpreise in den letzten Jahren enorm angestiegen.

Q: Ecoreporter

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